Die Vorteile der HIFU-Therapie für den Patienten

Quality of life

Schnelle Rückkehr ins normale Leben durch nicht-invasive Therapie

HIFU ist eine nicht-invasive Behandlung bei Prostatakrebs, d. h. es sind keine Schnitte und keine Bestrahlung erforderlich, es erfolgt kein Blutverlust und es entstehen keine äußerlichen Narben. Dadurch kann der Patient schon nach wenigen Tagen sein gewohntes Leben weitgehend wieder aufnehmen.

Die millimetergenaue, computergesteuerte Behandlung vermeidet Beeinträchtigungen des Harnschließmuskels, so dass Harninkontinenz kaum vorkommt. Auch die Erektionsnerven am Rand der Prostatakapsel können bei der Behandlung geschont werden.

Keine therapeutische Sackgasse

Prostatakrebstherapien wie Bestrahlung, Seeds oder Operation können nur ein Mal vorgenommen werden. Im Falle eines Rezidivs, wenn also nach der Behandlung erneut ein Krebstumor entsteht, gibt es nur noch wenige Therapiemöglichkeiten. 

Im Gegensatz dazu kann die Hifu-Behandlung wiederholt werden, denn die Ultraschallwellen sind nicht gefährlich. Erst die Bündelung und die damit entstehenden hohen Temperaturen im Fokuspunkt machen aus den ungefährlichen Schallwellen ein wirksames therapeutisches Mittel. Bei einem Rezidiv nach einer HIFU-Therapie sind somit eine erneute HIFU, aber auch eine Operation, eine Bestrahlung oder eine Hormonbehandlung möglich. 

HIFU kann zudem als Rezidivbehandlung auch nach Bestrahlung oder Operation eingesetzt werden. 

Therapieumfang nach Wunsch des Patienten

Mit der HIFU-Therapie führt der Urologe eine patientenspezifische Behandlung durch, die sich nach der Prostata-Anatomie, dem Wunsch des Patienten und gegebenenfalls dessen Vorbehandlungen richtet. Es kann entweder entschieden werden, das gesamte Organ zu behandeln (radikale Therapie) oder nur einen Teil der Prostata.

Wenn man genau diagnostizieren kann, wo sich der oder die Tumore befinden, ist auch eine "fokale" Therapie technisch möglich, bei der nur das erkrankte Gewebe behandelt wird. 

Robotergesteuerte Behandlung: Genauigkeit und Sicherheit

Der Urologe plant die HIFU-Behandlung und die computergesteuerten Maschinen (Ablatherm® oder Focal One®) setzen diese Vorgaben mit einer Genauigkeit im Millimeterbereich um. HIFU verfügt über mehrere automatisierte Sicherungssysteme und der Arzt verfolgt die Behandlungsparameter in Echtzeit, so dass die Therapie unter optimalen Sicherheits- und Wirksamkeitsbedingungen durchgeführt wird.
 

Stand:  28.6.18

  • Wörterbuch
  • Erektionsnerv
    Nervenbahnen, die für die Erektionsfähigkeit verantwortlich sind. Sie liegen am äußeren Rand der Prostata.
  • Hormon
    Substanz, die durch eine Drüse produziert wird und auf die Entwicklung und Funktion eines Organs einwirkt.
  • Krebs
    Anormale Zellen, die sich unkontrolliert vermehren. Die Anhäufung solcher Zellen wird als Tumor bezeichnet.
  • nicht-invasiv
    Beschreibt medizinische Verfahren, bei denen kein Schnitt erforderlich ist.
  • Prostata
    Drüse des Urogenitalapparates des Mannes, die eine Rolle bei der Produktion der Samenflüssigkeit spielt.
  • Rezidiv
    Erneut auftretende Krebserkrankung nach einer erfolgten Behandlung.
  • Tumor
    Masse anormaler Zellen. Ein Tumor kann gutartig* oder bösartig* (Krebs) sein.
  • Ultraschallwellen
    Für das menschliche Ohr nicht hörbare Vibrationen, die zur medizinischen Bildgebung (Ultraschalluntersuchung) und zu bestimmten Behandlungen (Ablatherm® und Focal One®) verwendet werden.
  • Urologe
    Facharzt für Krankheiten der Harnwege und des Geschlechtsapparats.
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