Erhalt der Lebensqualität

Gezieltes Management bei Prostatakrebs

Früher stand bei der Behandlung von Krebserkrankungen die Bekämpfung der Tumore im Mittelpunkt, während dem Erhalt der Lebensqualität nur eine untergeordnete Rolle beigemessen wurde. Durch den medizinischen Fortschritt bei den Krebstherapien ist hier ein Wandel eingetreten und die Patienten fordern eine effektive Krebsbehandlung, aber ohne gravierende Nebenwirkungen, die ihre Lebensqualität dauerhaft einschränken.

Statt einer radikalen Krebsbekämpfung geht es heute also um ein gezieltes Krebsmanagement. Dabei handelt es sich um eine Abwägung von Chancen und Risiken, die von jedem Patienten anders wahrgenommen werden. Mit Hilfe seines Arztes wählt jeder Patient dann die Therapieform, die seinen Bedürfnissen am besten entspricht.

HIFU-Therapie zum Erhalt der Lebensqualität

Jede Prostatakrebstherapie kann mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen. Am häufigsten handelt es sich um Inkontinenz und Impotenz in unterschiedlich starker Ausprägung, aber auch die Blase oder der Darm können in Mitleidenschaft gezogen werden. Je weniger Nebenwirkungen eine Behandlung mit sich bringt, desto höher ist die Lebensqualität für den Patienten.
Bei der HIFU-Therapie des lokalen Prostatakrebses handelt es sich um ein besonders schonendes Verfahren, bei dem das Risiko von Nebenwirkungen geringer ist als bei den Standardtherapien wie Operation oder Bestrahlung. Da HIFU keine Schnitte, keine Strahlung und keine Implantate erfordert, werden die damit einhergehenden Nebenwirkungsrisiken komplett vermieden.
Im Gegensatz zu einer Hormontherapie greift eine Hifu-Behandlung nicht in den Hormonhaushalt des Patienten ein, so dass typische Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, nachlassende Libido u.ä. vermieden werden.
Bei Patienten, denen Active Surveillance (Abwarten und Beobachten) empfohlen wird, führt die Passivität oft zu einem hohen psychischen Druck. Dieser kann vermieden werden, indem der Patient sich für eine minimal-invasive Behandlung wie HIFU entscheidet und aktiv gegen seine Erkrankung angeht.

 

Quellen:

© Ensemble face au cancer / Rapport sur la qualité de vie et le cancer de la prostate
© Ensemble face au cancer / la qualité de vie c’est quoi
© Cancer de la prostate : Vivre pas seulement survivre

 

Stand: 28.6.18

  • Wörterbuch
  • Hormon
    Substanz, die durch eine Drüse produziert wird und auf die Entwicklung und Funktion eines Organs einwirkt.
  • Hormontherapie
    Allgemeine Krebstherapie mithilfe von Hormonen.
  • Impotenz
    Zeugungsunfähigkeit (im allgemeinen durch fehlende Gliedversteifung)
  • Inkontinenz
    Unfähigkeit, den Abgang von Urin oder Stuhl zurückzuhalten.
  • Krebs
    Anormale Zellen, die sich unkontrolliert vermehren. Die Anhäufung solcher Zellen wird als Tumor bezeichnet.
  • Nebenwirkung
    Meist unerwünschte negative Folge einer Behandlung.
  • Prostata
    Drüse des Urogenitalapparates des Mannes, die eine Rolle bei der Produktion der Samenflüssigkeit spielt.
  • Tumor
    Masse anormaler Zellen. Ein Tumor kann gutartig* oder bösartig* (Krebs) sein.
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