Die Prostata

Anatomie der Prostata

Die Prostata liegt direkt unterhalb der Blase und die Harnröhre verläuft mitten durch die Prostata hindurch. Im Erwachsenenalter wiegt eine normale Prostata 20 – 25 Gramm, sie ist etwa 4cm breit, 3cm hoch und 2cm dick. Hauptfunktion dieser kastaniengroßen Drüse ist die Produktion eines Teils der Samenflüssigkeit, die das Sperma bildet.

Anatomie der Prostata

Prostata
  1. Penis
  2. Harnröhre
  3. Hoden
  4. Hodensack
  5. Harnblase
  6. Samenblase
  7. Prostata
  8. Anus
  9. Enddarm

Erkrankungen der Prostata

Prostatitis

Prostatitis, d.h. eine Entzündung der Vorsteherdrüse, kommt meist erst ab einem Alter von 40 Jahren vor. Die Krankheit ruft Symptome in den Harnwegen hervor, z.B. häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, unterbrochener Harnfluss usw. Sie kann auch von Schmerzen im Unterbauch und Fieber begleitet sein. Eine Prostatitis wird mit Antibiotika behandelt.

Adenom

Im Alter beginnt das Gewebe innerhalb der Prostata zu wuchern. Dieses Phänomen wird als Prostataadenom oder als gutartige Hypertrophie der Prostata bezeichnet. Es ruft verschiedene Beschwerden hervor, zum Beispiel Probleme beim Wasserlassen, weil das wuchernde Gewebe die Harnröhre einengt. Diese Krankheit ist gutartig, sie ist kein Krebs, und sie wird oft dann diagnostiziert, wenn Beschwerden oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

Prostatakrebs

Der menschliche Körper besteht aus Zellen, die sich teilen und sich während unseres gesamten Lebens vermehren. Manchmal sind die neu entstandenen Zellen fehlerhaft, vermehren sich sehr stark und bilden so immer mehr anormale und bösartige Zellen, man spricht dann von Krebs. Prostatakrebs ist der am häufigsten vorkommende Krebs beim Mann mit jährlich über 700.000 weltweit diagnostizierten Neuerkrankungen. Diese Krebsart wächst jedoch langsam und betrifft eher ältere Männer, so dass die Sterblichkeit nicht sehr hoch ist. Prostatakrebs entwickelt sich oft ohne Symptome. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen eine Diagnose auch im frühen Stadium, so dass eine Heilung noch möglich ist.

Ansonsten wird Prostatakrebs oft erst in einem späteren Stadium diagnostiziert, wenn Symptome wie häufiger Harndrang, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, schmerzhafter Samenerguss u. ä. auftreten. Diese Symptome gleichen denen des einfachen Prostataadenoms, folglich sind mehrere Untersuchungen erforderlich, um die Diagnose Krebs sicher stellen zu können.

Risikofaktoren für Prostatakrebs

  • Alter
  • Familiäre Vorbelastung
  • Ethnische Faktoren
  • Fettreiche Ernährung
  • Sonstige Faktoren wie Bewegungsarmut, Fettleibigkeit, u.ä.

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